Margrita Plychta
Kontakt

 

 

 

 

 

Der Sommer stirbt

in Fetzen bricht die Zeit

und reißt zu Boden

was uns hielt


Nie wieder rein

wäscht sich dein weißes Kleid

und grausam echt wird

was gespielt.

 

Du Narr

hast du geglaubt

daß in den hellen Tagen

die Schuld nichts wiegt?

und dich berauscht

vom süßen Klang der Ukulele

ins falsche Paradies entrückt.

 

Jetzt ist das Lied für alle Zeit kaputt

und rinnt mit giftgem Atem dir ins Blut

das Radio singt dich zu verhöhnen

und nichts wird wieder gut.

 

In deine Füße bohren sich die Splitter

in die die Unschuld und das Lachen barst

zerstoßen dir das Herz, das du so sorgsam eingeschlossen

als du noch arglos warst.

 

Spiel kleine Ukulele

um dein Leben

du kannst dem Tod doch nicht entfliehn!

der dir den Augenblick des Glücks,

den einzigen,

als Köder nur geliehn.

 

in "ausgewählte werke x", herausgegeben von der nationalbibliothek
des deutschsprachigen gedichts, realis-verlag, münchen 2007

 

 

 

 

 


Bild: Peter A@pixelio.de