
Der Sommer stirbt
in Fetzen bricht die Zeit
und reißt zu Boden
was uns hielt
Nie wieder rein
wäscht sich dein weißes Kleid
und grausam echt wird
was gespielt.
Du Narr
hast du geglaubt
daß in den hellen Tagen
die Schuld nichts wiegt?
und dich berauscht
vom süßen Klang der Ukulele
ins falsche Paradies entrückt.
Jetzt ist das Lied für alle Zeit kaputt
und rinnt mit giftgem Atem dir ins Blut
das Radio singt dich zu verhöhnen
und nichts wird wieder gut.
In deine Füße bohren sich die Splitter
in die die Unschuld und das Lachen barst
zerstoßen dir das Herz, das du so sorgsam eingeschlossen
als du noch arglos warst.
Spiel kleine Ukulele
um dein Leben
du kannst dem Tod doch nicht entfliehn!
der dir den Augenblick des Glücks,
den einzigen,
als Köder nur geliehn.
in "ausgewählte werke x", herausgegeben von der nationalbibliothek
des deutschsprachigen gedichts, realis-verlag, münchen 2007
Bild: Peter A@pixelio.de